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Thüringer Verwaltungsfachhochschule

Fachbereich Kommunalverwaltung und staatliche allgemeine Verwaltung

Studentinnen im Haus 3 - Startbild FB KSAV

Fachbereich Kommunalverwaltung und staatliche allgemeine Verwaltung (KSAV)


Der Vorbereitungsdienst beginnt in der Regel am 1. September und dauert grundsätzlich drei Jahre. Insgesamt umfasst er 21 Monate fachtheoretische und 15 Monate fachpraktische Ausbildungszeiten, §§ 12, 15 ThürAPOgVwD. Am Fachbereich Kommunalverwaltung und staatliche allgemeine Verwaltung (KSAV) in Gotha findet die fachtheoretische Ausbildung statt. In Lerngruppen von maximal 30 Studierenden finden Sie einerseits eine angenehme Lernatmosphäre und andererseits bestmögliche Voraussetzungen für ein erfolgreiches Studium. Zudem besteht die Möglichkeit, eine Unterkunft im hiesigen Wohnheim sowie Verpflegung in der Mensa in Anspruch zu nehmen.

In einer Laufbahnprüfung wird festgestellt, ob die Anwärterin / der Anwärter die Befähigung für die Laufbahn des gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienstes erworben hat, § 22 ThürAPOgVwD. Sie besteht aus einer Zwischenprüfung, der Diplomarbeit und der schriftlichen und mündlichen Abschlussprüfung. Auf die Anforderungen dieser Prüfungen werden Sie während der fachtheoretischen Zeit von 21 Monaten vorbereitet, wobei sich fachtheoretische und fachpraktische Ausbildungszeiten abwechseln. Nach einem kurzen Einführungspraktikum beginnen Sie am Fachbereich KSAV im Grundstudium, das insgesamt acht Monate dauert. Dieser erste Abschnitt endet mit einer Zwischenprüfung. Wird sie bestanden, schließt sich das Hauptstudium mit einer Dauer von sechs Monaten an. Es folgt das Abschlussstudium Teil I mit einer Dauer von drei Monaten. Nach einer weiteren fachpraktischen Zeit folgt das Abschlussstudium Teil II, das vier Monate dauert und mit der schriftlichen Abschlussprüfung endet. An die bestandene schriftliche Prüfung schließt sich eine mündliche Abschlussprüfung an.

Auf alle Prüfungen werden Sie kontinuierlich und gut durch überwiegend hauptamtliche Lehrkräfte vorbereitet, die selbst vorher in der Verwaltung tätig waren und deshalb einschätzen können, welche Kenntnisse und Fähigkeiten Ihnen für die spätere Verwaltungspraxis vermittelt werden müssen.

Allerdings gibt es auch Besonderheiten am Fachbereich KSAV, die Sie möglicherweise so von anderen universitären Einrichtungen und Institutionen nicht gewohnt sind.

Das beginnt mit dem zwingend vorgegebenen Ablauf von Lehrveranstaltungen. Sie beginnen regelmäßig um 7.45 Uhr und enden gegen 13.05 Uhr oder 15.20 Uhr. Zudem sind Sie Beamtin bzw. Beamter auf Widerruf (§ 4 Absatz 4 BeamtStG) und Studierende/r zugleich.

Da sind zunächst die Vorteile zu nennen, beispielsweise die monatlichen Bezüge in Höhe von circa 1.350,00 Euro brutto (Stand: Juni 2021), die Studenten an Universitäten oder anderen Fachhochschulen in dieser Höhe nicht erhalten.

Allerdings stehen diesen Vorteilen auch Pflichten gegenüber, die andere Studierende so nicht haben. Als erste und wichtigste ist die Anwesenheitspflicht in den Lehrveranstaltungen zu nennen. Sie ist notwendig, für Sie persönlich – um den Lehrstoff zeitnah zu verinnerlichen. Sie würden sonst Ihr Studium gar nicht in dieser knappten Zeit von drei Jahren schaffen.

Die Anwesenheitspflicht folgt auch aus Ihrem Status als Beamtinnen und Beamte auf Widerruf, denn die Lehrveranstaltungen sind dienstliche Veranstaltungen. Ihre Anwesenheit wird kontrolliert und in regelmäßigen Abständen Ihren Einstellungsbehörden mitgeteilt. Aber allein mit der Teilnahme an den Lehrveranstaltungen werden Sie die Anforderungen der Zwischen- und späteren schriftlichen und mündlichen Laufbahnprüfung nicht erfüllen. Es geht nicht ohne Selbststudium. Das fängt bei der Mitarbeit in den Kursen an. Das geht damit weiter, dass Sie eigenständig Stoff erarbeiten und selbständig Literatur in der hiesigen Bibliothek auswählen. Und das hört nach dem Lehrveranstaltungsende nicht auf. Die Eigenverantwortung, die Sie selbst für Ihren Studienerfolg haben, nimmt Ihnen keiner ab.

Mit Bestehen der Laufbahnprüfung wird Ihnen der akademische Grad „Diplom-Verwaltungswirtin (FH)“ bzw. „Diplom Verwaltungswirt (FH)“ verliehen. Das Berufsfeld als Beamter/in des gehobenen Dienstes in der staatlichen Verwaltung des Freistaats Thüringen sowie in der kommunalen Verwaltung bietet Ihnen abwechslungsreiche Einsatzmöglichkeiten. Denn die vielschichtigen und interessanten öffentlichen Aufgaben in der allgemeinen Verwaltung werden zum großen Teil von Beamtinnen und Beamten des gehobenen Dienstes wahrgenommen. Als Sachbearbeiter/in eingesetzt, wird von Ihnen die Fähigkeit verlangt, aufgrund erlernter Sach- und Rechtskenntnisse Gesetze, Verordnungen und Verwaltungsvorschriften zur Erfüllung der öffentlichen Aufgaben sinnvoll anzuwenden.

Interessieren Sie sich für weitere Einzelheiten, so möchte ich Sie auf folgende Normen aufmerksam machen: Das Thüringer Gesetz über die Verwaltungsfachhochschule (Thüringer Verwaltungsfachhochschulgesetz – ThürVFHG vom 20. Dezember 2010 und die Thüringer Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die Laufbahn des gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienstes, Fachgebiet staatliche allgemeine Verwaltung und Kommunalverwaltung (ThürAPOgVwD) vom 4. März 2019.

Leitung Fachbereich

Dr. Robert Klüsener

Fachbereichsleiter FB KSAV
in Personalunion Rektor der Verwaltungsfachhochschule

✆ +49 361 573316500
vfhs-ksav[at]bzgth.thueringen.de

Dr. Torsten Steinrücken

Abwesenheitsvertreter
des Fachbereichsleiters

✆ +49 361 573316512
✉ Kontaktformular

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