Seitenbeginn . Zur Hauptnavigation . Zur Bildergalerie . Zum Seiteninhalt

Ereignisse und Veranstaltungen

der Bildungseinrichtungen am BZ Gotha

Veranstaltung im Foyer Haus 1

Ereignisse und Veranstaltungen

der Bildungseinrichtungen am BZ Gotha

Hochschulfasching in der Aula

Ereignisse und Veranstaltungen

der Bildungseinrichtungen am BZ Gotha

Diplomierungsfeier in der Aula

Ereignisse und Veranstaltungen

der Bildungseinrichtungen am BZ Gotha

Festveranstaltung in der Aula mit Christina Rommel

Ereignisse und Veranstaltungen

der Bildungseinrichtungen am BZ Gotha

Podiumsdiskussion im Hörsaal mit dem Innenminister

Ereignisse und Veranstaltungen 2022

Deutsche Geschichte mal anders


15.12.2022

Am 15.12. 2022 unternahmen 51 Justizsekretäranwärterinnen und -anwärter eine Exkursion zur Gedenkstätte Andreasstraße in Erfurt. Eindrucksvoll wurde in einer 90 minütigen Führung die deutsche Geschichte vom kalten Krieg bis zur Wiedervereinigung dargestellt. Schwerpunkt der Ausstellung ist die Unterdrückung und der Widerstand während der SED – Diktatur in Thüringen in der Zeit von 1949-1989. Besonders beindruckend sind die noch im Originalzustand vorhandenen Haftzellen der Untersuchungshaftanstalt. Zeitzeugen berichten über die Zeit der Inhaftierung und zeigen so, zu welchen (heute) unvorstellbaren Handlungen der Staat und deren Bediensteten gegenüber Bürgern fähig waren. Erst durch den Besuch der Gedenkstätte kann man die Freiheit, in welcher wir heute leben tatsächlich wertschätzen. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Im Weiteren werden einige Kommentare der Justizsekretäranwärterinnen  und -anwärter zum Besuch der Gedenkstätte wiedergegeben.

„Besonderen Eindruck hat der Comic-Raum in der 2 Etage der Gedenkstätte auf mich hinterlassen. Dort wurden anhand von Comic-Strips verschiedene Lebensentscheidungen dargestellt, die viele Menschen in der DDR treffen mussten; beispielsweise durfte man gewünschte Studiengänge eher antreten, wenn man sich für mehr als 18 Monate der NVA verpflichtete, ein Privileg, das normalen Wehrdienstlern und Bausoldaten verwehrt blieb. „

Aron Fürker

„Die Gestaltung der Gedenkstätte hat mich begeistert, vor allem weil in vielen Räumen die Technik des Museum Teils und des alten Gefängnisses quasi verschmolzen wurden. Zudem konnte man sich leicht durch die Instandhaltung der alten Räume gut in die damalige Zeit hineinversetzen.“

Lenny König

„Ich fand es sehr interessant zu erfahren wie das Leben in der DDR war. Die Menschen sind oftmals für „Kleinigkeiten“ in das Gefängnis gekommen und mussten sich stets fragten, warum trifft es sie. Zu sehen wie die Zeller der Männer aussahen und unter welchen wirklich grausigen Bedingungen sie dort ihre Zeit verbringen mussten. Ich fand es sehr erschreckend, das bereits Kinder im Kindergarten gefragt wurden, ob sie das Sandmännchen geschaut haben und wie die Titelmelodie ist, um herausfiltern zu können welche Familien Ost und, welche Familien West Fernsehen schauen.“

Josi Bengsch

"Meine Heimatstadt war intensiver am Mauerfall bzw. an der Verhinderung der Vernichtung der Stasiakten beteiligt, als mir das bewusst war und für diese Erkenntnis bin ich sehr dankbar. Es war sehr erfrischend neue Einblicke in die Vergangenheit der Generation meiner Eltern und Großeltern zu erhalten."

Danny Hemleb

„Es war sehr interessant zu erfahren, dass die Bürger der DDR schon im Kindergarten und in der Schule von der Regierung manipuliert wurden. Sie haben z. B. Lieder gesungen mit dem Titel „der Soldat unser Freund“ oder im Unterricht gelernt, dass der Westen der Feind ist.

Erschreckend war, dass die Insassen der Stasi-Haftanstalt nicht körperlich sondern auf grauenvolle Weise psychisch misshandelt wurden. Männliche Gefangene mussten sich beispielsweise vor weiblichen Wärtern entkleiden um die Körperöffnungen kontrollieren zu lassen, weil die Kontrolle vor dem anderen Geschlecht ein größeres Schamgefühl auslöst.“

Miriam Burkert

„Beeindruckend für mich war, dass die Initiative von der Kirche damals ausging. Interessant war auch, die ganzen Hafträume zu sehen, die Geschichten zu erfahren, die dafür "verantwortlich" waren, dass man in das Gefängnis kam. Interessant war ebenfalls, die einzelnen "Opfer" von damals sprechen zu hören, die ihre Eindrücke und Empfindungen erzählten. Was ich auch sehr beeindruckend fand, war die Tatsache mit dem Wehrdienst bei der NVA mit dem Wahlrecht von 18 Monaten und 3 Jahren. Das man nach 3 Jahren bessere Chancen hatte in der Zukunft seinen Wunschberuf bzw. Wunschausbildung zu erreichen. Schockierend für mich war, dass dieses ganze "Regime" schon bei den kleinen Kindern im Kindergarten anfing und diese morgens befragte, welches Lied sie beim Sandmann am Vorabend hörten, nur um herauszufinden, welche Eltern Zuhause West und welche Ost-Sandmann schauten.

Claudia Kost

„Der heutige Tag war sehr interessant und ich habe auch einiges mitgenommen. Die Geschichten über die Gefangen wie sie gelebt haben und behandelt wurden, haben mich am meisten mitgenommen. Die Zellen von den Gefangen hat eine Kälte ausgestrahlt, so dass ich eine Gänsehaut bekommen habe. Die Menschen mussten so viel Leid ertragen. Den ganzen Tag mussten sie zu 6. in einer Zelle verbringen, mit dem Gedanken „warum bin ich hier?“. Die einzige Energiequelle die sie hatten war das Essen, doch selbst das war grausam. Zum Teil war es verschimmelt oder es waren sogar Glasscherben drin. Selbst beim Schlafen hatten sie keine Ruhe, alle Gefangen mussten eine Schlafposition einhalten und haben sie sich im Schlaf umgedreht und der Offizier hat es gesehen, wurden sie geweckt damit sie sich in ihre Schlafposition zurück einnehmen. Es hat mich einiges zum Nachdenken gebracht. Ich finde wir sollten selbst mit den kleines Dingen zufrieden sein und dafür dankbar sein.“

Stella-Marie Daube

„Bei dem Stasi Gefängnis heute fand ich besonders spannend den Schallisolierten Raum und die Original Audiodateien von den damaligen Gefangenen.“

Emma Endter

„Mir hat der heutige Ausflug in die „Gedenk- und Bildungsstätte der Staatssicherheit“ in Erfurt sehr gut gefallen. Zu einem wurden die geschichtlichen Hintergründe, welche man aus der Schule kannte, vertieft und sogar erweitert. Der Historiker, welcher eine Führung durch die Bildungsstätte gab, erklärte sehr viel detailliert und veranschaulichte dies anhand vieler Gegenstände. Zum anderen war die Führung durch die Zellen und die Zeitzeugengeschichten der ehemaligen Insassen, für mich am interessantesten.“

Emily Hardt

„Für mich war es sehr interessant, dass durch die Kirche der Umsturz angeführt wurde, weil ja zu DDR-Zeiten Staat und Kirche nicht zusammenarbeiteten.“

Alexandra Kliebisch

„Ich empfand die Führung durch die Gedenk- und Bildungsstätte als äußerst interessant und würde es definitiv anderen Leuten weiter empfehlen. Die Zellen vom Männertrakt sind sehr gut erhalten, sodass ich mich sich sehr gut in die damalige Zeit hineinversetzen konnte. Zudem gefiel mir die moderne Darstellung in Comic-Form, da durch die Bewegung des Hebels, die Folgen einer politischen Entscheidung in der damaligen Zeit verdeutlicht wurde. Durch die Fragestellungen von unseren Gruppenführer wurden wir als Besucher sehr gut mit einbezogen und haben somit gleich eine Wiederholung für unser Allgemeinwissen erhalten. Auf Fragen von uns, haben wir ausführliche und informative Antworten erhalten.

Anna Josefin Göppert

Bild: Torsten Grimm, BZ Gotha

Gedenkstätte Andreasstraße

Teamführung einmal anders


13.12.2022

Das Bild der Führungskraft hat sich in den letzten Jahren gewandelt. Statt anderen autoritär die eigene Vorstellung aufzuzwingen geht es heute um Teamarbeit, vor allem geprägt durch den wechselseitigen Informationsaustausch zwischen Führungskräften und Mitarbeitern. Um dies besser zu verstehen, wurde im Rahmen des Studienfaches Sozialwissenschaftliche Grundlagen des Verwaltungshandeln mit den Kursen des 29. Finanzanwärterlehrgangs ein Rollenspiel zum Thema Teamführung durchgeführt.

In Dreierteams mussten verschiedene Aufgaben bewältigt werden. Dabei wurden 2 Mitgliedern, den Mitarbeitern, die Augen verbunden, das dritte Mitglied, die Führungskraft, leitete dann die Mitarbeiter durch verbale Beschreibungen durch einige Aufgaben. Zu bewältigen waren beispielsweise das Zeichnen verschiedener Symbole und das Übersteigen eines Hindernisses. Ziel dieser Übung war es, die Studierenden für einen positiven Umgang mit Emotionen im Führungsprozess zu sensibilisieren und das Bewusstsein für die Wichtigkeit bestimmter Führungsmethoden und -techniken zu schaffen.

Auch wenn die Führungskräfte, die für das „Wohlergehen“ der Mitarbeiter und das Bewältigen der Aufgaben verantwortlich waren, und die „blinden“ Mitarbeiter zunächst noch unsicher waren, wurde schnell klar, wie wichtig gute Kommunikation und das „Sich-aufeinander-verlassen-können“ in jedem Team sind.

Zurückblickend erlebten wir eine sehr lehrreiche Unterrichtsstunde, die uns gut auf unsere bevorstehenden Aufgaben im Finanzamt vorbereitet.

Text: Zelda Weichert, Fachbereich Steuern, F 29.2
Bild: Kerstin Sperlich, LK Lehrbereich Steuern

„Genossen, wir müssen alles wissen.“


17.11./18.11.2022

Je länger Geschichte zurückliegt, desto wertvoller werden Gedenkstätten und Zeitzeugen. Um das politische System der DDR in Erinnerung zu rufen, bot Herr Dr. Wanitschke, Referent beim Thüringer Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, eine zweitägige Wahlpflichtveranstaltung für die Studierenden des Fachbereichs KSAV an.

Am ersten Tag bezogen wir in offener Runde Stellung zur ideologischen Prägung und dem Regierungsapparat der DDR. Dabei wurde über Alltag, Familiengeschichten und staatliche Eingriffsmethoden debattiert. Anschließend sahen wir uns gemeinsam den Dokumentarfilm „Feindberührung“ an, der eine exemplarische Bespitzelung durch die Staatssicherheit thematisierte. Hartmut Rosinger, inoffizieller Mitarbeiter der Stasi, hatte seinen Freund Peter Wulkau verraten, sodass dieser wegen „staatsfeindlicher Hetze“ zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt wurde.

Im Anschluss an den Film standen die Schicksale der oben genannten Protagonisten im Mittelpunkt. Wir interpretierten die fundamentalen Szenen hinsichtlich ihrer gestalterischen Umsetzung und deuteten die beabsichtigten Botschaften der Regisseurin. Die mitreißende Geschichte weckte in den Studierenden Neugier und sorgte für Vorfreude auf den zweiten Projekttag.

Dieser fand in Erfurt statt. Auf dem Petersberg besuchten wir die Außenstelle des Stasi-Unterlagen-Archivs. Hier lagern 4.500 laufende Meter Akten. Magazinleiter Herr Schulz vermittelte zahlreiche Informationen über Entstehung und Inhalte der Stasi-Relikte. Daraufhin bot sich den Studierenden die Möglichkeit, originale Akten des Rosinger-Wulkau-Falls zu lesen und Einblicke in die damalige Arbeit der inoffiziellen Mitarbeiter zu gewinnen. Die Menge an Informationen gilt als Exempel der historischen Anweisung von Minister Erich Mielke: „Genossen, wir müssen alles wissen.“

Daraufhin zogen die Studierenden zur Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße weiter. Eine Führung durch das Haus, welches in fünf politischen Systemen als Gefängnis diente, lieferte Einblicke in die Ausstellungsbereiche „Diktatur“ und „Haft“. Besonders der ehemalige Zellentrakt hinterließ bei uns bleibenden Eindruck.

Abschließend kam es zum Zeitzeugengespräch mit Hartmut Rosinger. Nachdem wir uns am ersten Tag ausführlich mit seiner Geschichte auseinandergesetzt hatten, konnte sich nun jeder ein eigenes Bild von Rosingers Persönlichkeit machen. Es entwickelte sich ein Gespräch auf Augenhöhe, das seitens der Studierenden ohne Hemmungen geführt wurde. Wir äußerten unsere Gedanken und versuchten, die damaligen Beweggründe eines inoffiziellen Mitarbeiters nachzuvollziehen. Rosinger beantwortete unsere zahlreichen Fragen ausführlich und berichtete über Motive, Vorgehensweisen und Gefühle während seiner Stasi-Tätigkeit. Betroffenheit und Selbstreflexion waren ihm anzumerken.

Zuletzt richtete Rosinger noch einen Appell an die Studierenden: „Vertrauen ist das Wichtigste und sollte behütet werden.“ Die gelungene Veranstaltung machte deutlich, wie wertvoll es ist, in Demokratie und Freiheit zu leben.

Text und Bilder: Philipp Prechtl, Fachbereich KSAV, Kurs: 21/1

„Nur Sterben schafft Erben“…


20.10. / 18.11.2022

Von einem auf den anderen Tag ist alles anders. Ein geliebter Mensch stirbt und hinterlässt eine große Lücke. Doch was passiert mit all dem, was von ihm bleibt?

Am 20.10. und 18.11.2022 fanden an der Fachhochschule für Öffentliche Verwaltung in Gotha für Studierende des Fachbereiches KSAV zwei Veranstaltungen zum Thema Erbrecht statt.

Nach einem kurzen Film zu Beginn führte uns Herr Koschnick durch die Facetten des Erbrechts. Von der Feststellung des Todes, der Möglichkeit Organe zu spenden bis hin zur Erbfolge wurden viele Themen behandelt. Dass das Erbrecht nicht nur eine rechtliche Angelegenheit ist, sondern vielmehr auch Mathematik, zeigte sich spätestens in den ersten Fallgestaltungen. Dabei erklärte er uns die Optionen, in einer Ehe vererben zu können und machte ebenso auf die Möglichkeit aufmerksam, das Erbe auszuschlagen. Dies kommt beispielsweise dann in Betracht, wenn mehr Schulden als Vermögen vorhanden sind. Zwischen den zwei Veranstaltungen durften wir Studierende uns an verschiedenen Fallkonstellationen üben. Diese wurden am 18.11.2022 schließlich besprochen und ausgewertet. Aufgrund der unzähligen variablen Verwandtschaftsverhältnisse ergeben sich entsprechend viele Möglichkeiten des Erbanteilserwerbs. Zu differenzieren sind die Erben unterschiedlicher Ordnungen. Erben 1. Ordnung sind Kinder des Verstorbenen, die 2. Ordnung dessen Eltern und deren Kinder, die 3. Ordnung dessen Großeltern und deren Kinder. Seit 1998 gilt, dass nichteheliche den ehelichen Kindern erbrechtlich gleichgestellt werden.

Der wichtigste Appell der Veranstaltung lautete jedoch: Jeder sollte ein Testament haben - egal ob 16 oder 80 Jahre alt. Deshalb ist es zwingend nötig, dass jeder seine Eltern, Großeltern und die weitere Verwandtschaft dazu animiert, über dieses ernste Thema zu reden.

Text: Lisa Ullrich, Fachbereich KSAV, Kurs 21/1

Unmöglich sind immer die Anderen - vom Umgang mit schwierigen Menschen


Wahlpflichtveranstaltung mit Prof. Dr. Schuster

02.11./16.11.2022

Wir alle kennen mindestens einen schwierigen Menschen in unserem Leben. Wir haben mit ihnen sowohl privat als auch beruflich zu tun.  Es ist also berechtigt, dass meine Kommilitonen und ich sich dabei Fragen stellen wie:

  • Wie soll ich mit dieser Person umgehen?
  • Wie kann ich ständige Streitereien vermeiden?
  • Woran erkenne ich überhaupt, dass die Person mir gegenüber schwierig ist?
  • Was für Arten von schwierigen Personen gibt es eigentlich?

Herr Prof. Dr. sc. phil. Schuster wusste ganz genau, wie man mit schwierigen Menschen umzugehen hat und auch deren Gedankengänge und Verhalten zu verstehen sind. Durch sein Wissen in den Fachbereichen Soziologie und Psychologie konnte Herr Prof. Dr. Schuster in seinen zwei Lehrveranstaltungen unsere zahlreichen Fragen beantworten und uns darauf vorbereiten, mit solch schwierigen Personen umzugehen.

In beiden Veranstaltungen wurden uns ausführlich die Eigenschaften der unterschiedlichsten Charaktertypen verdeutlicht. Zusätzlich erläuterte uns Herr Prof. Dr. Schuster, wie wir mit den jeweiligen Menschen umzugehen haben und Probleme bzw. Konflikte lösen können.

Durch die Einbringung eines Skriptes mit unterschiedlichen Aufgaben gelang es Herrn Prof. Dr. Schuster, die Aufmerksamkeit und Mitarbeit meines Studienkurses zu erlangen.
Eine produktive Aufgabe war beispielsweise im Themenbereich „Wie sollten wir mit typischen Verhaltensweisen schwieriger Persönlichkeiten umgehen?“. Diese Aufgabe gestaltete sich so, dass der Charakterbegriff, z.B „Choleriker“, ganz oben stand und darunter die charakteristischen Verhaltensweisen angegeben wurden.  Wir sollten die Frage beantworten, „Wie würden Sie mit diesen Personen umgehen?“. Anschließend präsentierte uns Herr Prof. Dr. Schuster seine Musterlösung, wodurch wir weitere Ergänzungen und Erkenntnisse erlangten.

Eine solche interaktive, qualitative und anschauliche Veranstaltung bewirkte, dass sowohl meine Kommilitonen als auch ich das notwendige Wissen und die richtige Umgangsart erlernten. Somit verstehen wir im Privaten als auch im Beruflichen besser, wie wir mit unserem Gegenüber umzugehen haben.

Wir danken Herrn Prof. Dr. Schuster recht herzlich für seine zwei lehrreichen Veranstaltungen und hoffen, ihn bald wieder begrüßen zu dürfen.

Text: Lara Strauß, Fachbereich KSAV, Kurs 21/2

Verwaltungstheorie trifft oberste Rechtsprechung - Ein Verhandlungstag am Bundesarbeitsgericht


15.11.2022

Im Rahmen der fachtheoretischen Ausbildung des Studienfaches Arbeits- und Tarifrecht unternahmen die Studierenden des Kurses KSAV 21/2 am 15. November 2022 eine Exkursion zum Bundesarbeitsgericht (BAG) nach Erfurt und durften dort den letztinstanzlichen Verfahren des arbeitsgerichtlichen Rechtsweges beiwohnen.

Begrüßt wurden wir am Morgen von einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin, die originär als Richterin am Arbeitsgericht Braunschweig tätig ist, derzeit aber im Wege einer Abordnung dem BAG zur Unterstützung zugeordnet ist. Nach einer kurzen Einführung in den dreistufigen Instanzenzug der Arbeitsgerichtsbarkeit und der Organisation des BAG stellte sie uns anschließend die zwei Verfahren vor, die am heutigen Tag in mündlichen Verhandlungen vor dem Ersten Senat behandelt und entschieden werden sollten. So hatte der Erste Senat, dessen Vorsitz die Präsidentin des BAG Frau Inken Gallner innehat, über die Aufhebung einer Versetzung eines Arbeitnehmers zu entscheiden, der unter Verletzung der Mitbestimmungsrechte des Betriebsrates zunächst einem anderen Betriebsteil zugeordnet wurde und anschließend im Wege eines Betriebsübergangs dieses Betriebsteils versetzt wurde. Nach den jeweiligen Plädoyers der anwaltlichen Vertretungen, in denen die Rechtspositionen der streitenden Parteien nochmals argumentativ aufgegriffen und begründet wurden, vertagte die Vorsitzende Richterin die Urteilsverkündung zunächst auf einen späteren Zeitpunkt.

Im zweiten Fall stritten ein großer Krankenhauskonzern und sein Betriebsrat um die Frage, ab welchem Zeitpunkt eine Regelhaftigkeit und damit ein kollektiver Bezug mit resultierenden Beteiligungs- und Mitbestimmungsrechten des Betriebsrates vorliegt. Konkret ging es um Anordnungen des Arbeitgebers an einzelne Mitarbeiter, die abweichend vom konzerneinheitlichen Tarifvertrag, nicht erst ab dem vierten, sondern bereits ab dem ersten Tag ihrer Dienstunfähigkeit ein Arbeitsunfähigkeitsattest vorzulegen haben. Der Erste Senat hatte nunmehr zu klären und entscheiden, ob und insbesondere wie vorliegend eine Regelhaftigkeit festgestellt werden kann, die im Ergebnis insofern einen Unterlassungsanspruch des Betriebsrats gegenüber dem Arbeitgeber hinsichtlich nicht mitbestimmter Auflagen zur Vorlage ärztlicher Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen begründen könnte. Nach der rechtlichen Aussprache der Parteien mit dem Senat vertagte die Vorsitzende auch in diesem Verfahren die Sitzung. Beide Urteile sollten nach nochmaligen Beratungen des Senats, der neben der Vorsitzenden aus zwei weiteren Berufsrichterinnen sowie zwei ehrenamtlichen Richtern besteht, erst am späten Nachmittag durch das Gericht verkündet werden. Zwar konnten wir Studierende unsere vorhandenen Kenntnisse im Bereich des Personalvertretungs- und Betriebsverfassungsrechts festigen; der im Zuge der mündlichen Verhandlung ausgebliebene Diskurs zwischen dem Senat und den jeweiligen Parteien und der ergebnisoffene Abschluss beider Verfahren zum Ende der Exkursion waren dennoch ernüchternd für alle Teilnehmer.

Nachrichtlich: Auf den Internetseiten des Bundesarbeitsgerichtes wurden am späten Nachmittag die Entscheidungen des Bundesarbeitsgerichtes bekannt gegeben. In beiden Verfahren wurde die Rechtsbeschwerde durch den Ersten Senat zurückgewiesen. Die ausführlichen Begründungen hierzu stehen indes noch aus.

Text und Bilder: Daniela Becker, Fachbereich KSAV, Kurs 21/2

Einfluss der EuGH-Rechtsprechung auf das deutsche Arbeitsrecht


Wahlpflichtveranstaltung mit Rechtsanwalt Hausigk,  Fachanwalt für Arbeitsrecht

14.11.2022

Die deutsche Gesetzgebung steht im Arbeitsrecht längst nicht mehr an der Spitze der Normenhierarchie, sondern wird stark von europäischen Verordnungen, Richtlinien und der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) beeinflusst und überlagert.

Wie genau das passiert und welche Folgen das auf das deutsche Arbeitsrecht hat, berichtete uns am 14. November 2022 Herr Hausigk, Fachanwalt für Arbeitsrecht in der Kanzlei Thorwart in Gera im Rahmen eines Vortrags zum Thema „Der Einfluss der EuGH-Rechtsprechung auf das deutsche Arbeitsrecht anhand ausgewählter Beispiele“. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde widmete sich Herr Hausigk einigen bedeutenden Themengebieten, u. a. dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz sowie dem Nachweisgesetz, welche beide aufgrund von Richtlinien der Europäischen Union erlassen wurden. Anschließend erörterte er den europäischen Begriff des Arbeitnehmers näher und ging auf die Folgen des europäischen Rechts und der Rechtsprechung auf die Urlaubsansprüche von Arbeitnehmern ein. Des Weiteren unternahm er einen Exkurs in das Leiharbeitsrecht, die Arbeitnehmerüberlassung sowie das Insolvenzrecht.

Ich fand es spannend und bemerkenswert, wie tiefgreifend das sekundäre EU-Recht sowie die Rechtsprechung des EuGH tatsächlich Einfluss auf das deutsche Arbeitsrecht nehmen. Zu unserem in den regulären Lehrveranstaltungen im Arbeits- und Tarifrecht vermittelten Wissen war dieser Vortrag in jedem Falle eine sehr gute Ergänzung.

Herr Hausigk verfügt als Fachanwalt für Arbeitsrecht über ein tiefes und fundiertes Wissen in seiner Materie. Wir danken ihm für seinen interessanten und lehrreichen Vortrag und hoffen, ihn bald wieder an unserer Fachhochschule begrüßen zu dürfen.

Text: Jonas Mikosch, Fachbereich KSAV, Kurs 21/2

„Das Berufsbeamtentum – alter Zopf oder wertvoller denn je?“


01.11.2022

Diesem Titel entsprechend, folgten am 1. November 2022 die Studierenden der Fachbereiche KSAV, Steuern und Polizei der Thüringer Fachhochschule aufmerksam den Worten des Herrn Dr. Klaus von der Weiden in einem gänzlich gefüllten Hörsaal des Hauses IV am Thüringer Bildungszentrum in Gotha.

Herr Dr. Klaus von der Weiden ist Richter am Bundesverwaltungsgericht (zuständig für Beamtenrecht) in Leipzig und zugleich Präsident des Thüringer Verfassungsgerichtshofes in Weimar. Daher hatte ich, zusammen mit meinen Kommilitoninnen und Kommilitonen, das Privileg an einem äußerst aufschlussreichen und strukturierten Vortrag von einem absoluten Fachmann auf dem Gebiet des Öffentlichen Dienstrechtes teilzunehmen.

Nach einer kurzen Begrüßung unseres Rektors der Thüringer Verwaltungsfachhochschule, Herrn Dr. Robert Klüsener, warf Herr Dr. von der Weiden einleitend die Fragestellung auf, inwiefern das Berufsbeamtentum ein alter Zopf oder wertvoller denn je sei. In einem 60-minütigen Vortrag über die Entstehungsgeschichte des Berufsbeamtentums und deren verfassungsrechtliche Absicherung durch Art. 33 Abs. 5 GG sowie für das Bestehen der Beamten kritischen Entwicklungen in Gesellschaft und Politik gingen wir der Beantwortung der Frage auf den Grund. Im Ergebnis wurde mehrfach deutlich, dass die Existenz von Berufsbeamten das Fundament für eine stabile, unabhängige und gesetzestreue Verwaltung in einem Rechtsstaat gründet. Abschließend bekamen wir die Möglichkeit, die fachliche und praxisnahe Expertise des Herrn Dr. von der Weiden im Rahmen einer offenen Fragerunde zu nutzen und Themen zur Sprache zu bringen, die uns angehenden Beamten auf Lebenszeit im Hinblick auf unsere zukünftige Laufbahn unter den Nägeln brannten.

Unseren recht herzlichen Dank gilt dem Vortragenden, Herrn Dr. Klaus von der Weiden für seinen beachtenswerten und interessanten Vortrag, welcher besonders angesichts der steigenden Nichtakzeptanz des Berufsbeamtentums innerhalb der Gesellschaft unser aller Gehör finden sollte.

Text: Florian Ewald, Fachbereich KSAV, Kurs 21/1
Bilder: Florian Ewald, KSAV / Torsten Grimm, BZ Gotha

„Presse- und Öffentlichkeitsarbeit“ - Wahlpflichtveranstaltung im Fachbereich der KSAV bei Herrn Roth


20.10. / 04.11.2022

„Schreibe kurz, und sie werden es lesen. Schreibe klar, und sie werden es verstehen. Schreibe bildhaft, und sie werden es behalten.“ – mit diesem Zitat von dem Journalisten Josef Pullitzer begrüßte uns Herr Roth am 20. Oktober 2022 im Rahmen der Wahlpflichtveranstaltung am Fachbereich der KSAV der Thüringer Verwaltungsfachhochschule Gotha.

Der ehemalige Redenschreiber aus Bayern konnte uns durch seine Vielzahl an Erfahrungen bestmögliche Tipps für die Pressearbeit in der Verwaltung geben. Zuletzt schrieb er so auch Reden für unseren Ministerpräsidenten Bodo Ramelow.

Zunächst folgte eine kurze Einführung, was uns am 20.10. und 04.11. erwarten wird. Folgend lieferte er einige theoretische Grundlagen, welche uns später für die Workshops behilflich sein sollten. Dies lernten wir auf eine humorvolle sowie anschauliche Art und Weise. Herr Roth rief beispielsweise die Pressestelle des Thüringer Landesverwaltungsamts an, um herauszufinden, was die Mitarbeiter:innen zukünftig von uns bezüglich Pressearbeit erwarten. Zudem war ein ständig lebhaftes Unterrichtsgespräch gegeben. Wir berichteten von eigenen Erfahrungen und stellten interessiert Fragen, sodass wir die Lehrveranstaltung gemeinsam gestalteten. Dadurch war die Aufmerksamkeitsspanne von mir und den anderen Studierenden stets gegeben.

Nach der Theorie folgte die Anwendung, wobei wir unser angeeignetes Wissen nun in Workshops einbringen konnten. Von eigen erstellten Pressemitteilungen über Facebook Beiträge für Ministerien oder eine Bundespressekonferenz – unserer Kreativität wurde hierbei keine Grenzen gesetzt. So arbeiteten wir bei der ersten Veranstaltung alle konzentriert und engagiert an unseren Vorhaben. Am zweiten Tag präsentierten wir die Ergebnisse, wobei auch da der Spaß nicht ausblieb. Alle fanden tolle und zum Teil amüsante Themen, welche wir im Rahmen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit schließlich dargeboten haben.

Ich freue mich, dass Herr Roth im Rahmen des Unterrichts all seine Erfahrungen mit uns geteilt hat. Aus diesem Grund waren wir uns einig, dass die Wahlpflichtveranstaltung ein voller Erfolg war. Für die zukünftigen Jahrgänge des KSAV sollte sie somit ebenso angeboten werden.

Text und Bilder: Angelina Schönborn, Fachbereich KSAV, Kurs 21/2

Werkstatt-Tag der Gastdozentinnen und Gastdozenten


12.10.2022

Erstmals wurde am 12. Oktober 2022 allen, die den Fachbereich Steuern und die Landesfinanzschule im Rahmen einer nebenamtlichen Tätigkeit unterstützen, ein Werkstatt-Tag angeboten.

Die zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die der Einladung durch das Thüringer Finanzministerium gefolgt waren, erwartete ein vielfältiges Programm. Der Vormittag war gefüllt mit Tipps rund um eine gelungene Lehrveranstaltungsstunde, mit Hinweisen zur Erstellung von Klausuren und Leistungsnachweisen und nicht zuletzt auch mit Informationen in Sachen IT und zu organisatorischen Fragen einer nebenamtlichen Tätigkeit. Der Nachmittag war dem fachlichen Austausch der Gastdozentinnen und Gastdozenten der Ausbildungsarbeitsgemeinschaften mit den zuständigen Fachgruppenleitern im Fachbereich Steuern gewidmet.

Text und Bild: Antje Färber, Studienorganisation LB Steuern

Freiwilligen Arbeit der Studierenden am Tag der Deutschen Einheit - „zusammen wachsen“ Helfende Hände zum Tag der Deutschen Einheit


03.10.2022

Aufgrund, dass Thüringen in diesem Jahr die Bundesratspräsidentschaft inne hat, wurde das Bürgerfest zum Tag der Deutschen Einheit in unserer Landeshauptstadt Erfurt ausgerichtet. Unter dem Motto „zusammen wachsen“ feierten wir in diesem Jahr vom 01.10.2022 bis zum 03.10.2022 die Wiedervereinigung von Ost- und Westdeutschland zum 32. Mal.

Die Planung eines solchen Events auf Bundesebene benötigte sehr viel Zeit und natürlich zahlreiche, engagierte, freiwillige Helfer. Somit wurden auch wir, die Studenten und Studentinnen der Fachhochschule Gotha, angefragt, an diesen Tagen die Organisatoren des Festes zu unterstützen. Wir hatten die Möglichkeit, uns zwischen drei Aufgabenbereichen zu entscheiden. Zur Auswahl standen Team „Info-mobil“, Team „Künstlerscouts“ oder Team „Helfende Hände“. Um unsere Aufgaben als Helfer bestmöglich erfüllen zu können, wurden wir vorab in einer Helferschulung auf alle Eventualitäten gut vorbereitet. Ausgestattet mit Erkennungswesten, Funkgeräten und einer Verpflegungspauschale freuten wir uns auf die Veranstaltung.

An allen drei Festtagen präsentierten sich die 16 Bundesländer kulturell und kulinarisch an verschiedenen Orten in der Stadt. Die Verfassungsorgane Bundestag, Bundesrat, Bundesregierung und Bundesverfassungsgericht stellten sich anschaulich auf dem Domplatz vor. Weitere Highlights waren die Kindermeile, das Weindorf, der ZDF-Fernsehgarten auf dem Petersberg und die in der ganzen Stadt verteilten Pop-Up-Bühnen, auf denen viele regionale Künstler auftraten. Jeden Festtagsabend wurden besondere Gebäude der Stadt Erfurt durch eine eindrucksvolle Lichtershow in Szene gesetzt.

Natürlich waren an einem solchen Feiertag auch zahlreiche Politiker geladen. So nahmen am einem Festgottesdienst im Erfurter Dom neben dem Thüringer Ministerpräsidenten und Bundesratspräsidenten Bodo Ramelow auch die Bundestagspräsidentin Bärbel Bas, der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der Bundeskanzler Olaf Scholz und der Präsident des Bundesverfassungsgerichts Stephan Harbarth teil. Traditionell wurde der Staffelstab für die nächste Bundesratspräsidentschaft an Hamburgs Ersten Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher weitergegeben, welcher das Amt zum 01.11.2022 übernehmen wird.

Die Feierlichkeiten endeten auf dem Domplatz mit einem gemeinsamen Singen unter der Initiative „3. Oktober – Deutschland sing und klingt“.

Text und Bilder: Lara Schwarze, Fachbereich KSAV, Kurs 21/1

 

Exkursion zum Thüringer Landtag


22.09.2022

Am 22. September 2022 besuchten wir im Rahmen einer Wahlpflichtveranstaltung des Hauptstudiums den Thüringer Landtag in Erfurt und waren somit als Kurs 21/2 einen Vormittag lang ganz nah dran an der Politik. Wir trafen uns mit Herrn Freitag 8.45 Uhr vor dem Landtagsgebäude. Als Einstimmung hatten wir das Glück, von der gerade ankommenden Landtagspräsidentin Frau Birgit Pommer begrüßt zu werden.

Nachdem wir von Frau Österheld, einer freien Mitarbeiterin des Besucherdienstes, abgeholt wurden, bekamen wir unseren Besucherausweis. Unser erster Tagesordnungspunkt führte uns von 9.00 Uhr – 10.00 Uhr in das Besucherzentrum, wo wir von Frau Österheld viele wichtige und interessante Hintergrundinformationen bekamen. Wir merkten schnell, dass die freie Mitarbeiterin mit viel Herzblut und Politikwissen ihrer Tätigkeit nachging. Sie eröffnete ihren Vortag mit der Frage „Was ist ein Landtag?“ und lud uns direkt ein, ihren Redebeitrag aktiv mitzugestalten. Sie führte uns durch die Geschichte Deutschlands und insbesondere Thüringens und dessen Entstehung. Wir bekamen zudem zahlreiche Informationen über die Zusammensetzung und das Arbeiten des Landtages und im Speziellen über die Plenarsitzungen, um uns auf unseren nächsten Tagesordnungspunkt vorzubereiten. Aktuell umfasst der Thüringer Landtag 90 Abgeordnete aus den Parteien DIE LINKE, CDU, AfD, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und Bürger für Thüringen.

Der Vortrag wurde immer wieder mit kleinen Anekdoten und Geschichten von Frau Österheld interessant und lebhaft untermalt und unsere Aufmerksamkeit war ihr sicher.

11.00 Uhr war es dann soweit und wir konnten live die politischen Meinungen und Stimmungen der 90. Plenarsitzung des Thüringer Landtages von der Besuchertribüne aus miterleben. Während unseres Aufenthaltes konnten wir einem Teil des Berichtes der Parlamentarischen Kontrollkommission und den dazugehörigen Redebeiträgen verschiedener Parteien folgen sowie dem Anfang der 1. Beratung eines Gesetzentwurfes beiwohnen. Die durchaus hitzigen Wortmeldungen inklusive Ordnungsrufen der Landtagspräsidentin machten es für uns umso spannender. Im Anschluss hatten wir Zeit, die gewonnenen Eindrücke in einer Nachbesprechung auszuwerten und zu diskutieren.

Gegen 13.00 Uhr beendeten wir unser gemeinsames Mittagessen und die Exkursion zum Thüringer Landtag neigte sich dem Ende.

Text und Bilder: Michelle Hause, Fachbereich KSAV, Kurs 21/2

Exkursion zum Thüringer Landtag


13.09.2022

Am 13.09.2022 fand für den Kurs 21/1 des Hauptstudiums des Fachbereiches Kommunalverwaltung und allgemeine staatliche Verwaltung ein Besuch im Thüringer Landtag in Erfurt statt.

Die Studierenden wurden im ersten Teil der Veranstaltung von einem Gästebegleiter durch die verschiedenen Gebäude, welche den heutigen Landtag bilden, geführt. Beginnend im Funktionsgebäude wurden den Studierenden die Geschichte der Gebäude sowie ihre heutigen Funktionen nähergebracht. Darauf folgten das Verwaltungshochhaus und das Abgeordnetengebäude. Besonders wurde hierbei auf den extremen Kontrast zwischen der Nutzung in der NS-Zeit und der heutigen Verwendung hingewiesen. Zu diesen Themen finden speziell im Landtagskomplex Gedenkorte ihren Platz. Des Weiteren gibt es hier Ausstellungen von verschiedenen KünstlerInnen.

Zum Abschluss der Führung besuchten die Studierenden den Plenarsaal und durften dort Platz nehmen, während sie einige interessante Fakten über die Arbeit des Parlaments erfuhren.

Danach fand eine Gesprächsrunde mit Herrn Schäller (Referent für Soziales, Arbeit und Gesundheit sowie Gleichstellung der CDU), Herrn Dr. Kachel (Wissenschaftlicher Mitarbeiter für Bildung, Jugend und Sport der Partei Die Linke) und Herrn Hey (Fraktionsvorsitzender der SPD) statt. Es entstand ein spannender Diskurs zu Themen wie der Neutralitätspflicht der Beamten bei Umsetzung von Aufträgen eventuell verfassungsfeindlich handelnder Parteien, der Unabhängigkeit der Justiz (insbesondere die Probleme, welche sich durch diese ergeben) und auch der Fachkräftemangel insbesondere in der Verwaltung.

Text: Benjamin Friedrich, Fachbereich KSAV, Kurs: 21/1

Theorie trifft auf Praxis im Gerichtssaal


07.09.2022

Besuch des Bundesarbeitsgerichts in Erfurt am 07.09.2022 im Rahmen der Wahlpflichtveranstaltungen

Im Rahmen einer Exkursion am 07.09.2022 wurde der theoretische Studieninhalt für den Kurs KSAV 21/1 heute einmal nicht an der Thüringer Verwaltungsfachhochschule in Gotha, sondern in der Praxis am Bundesarbeitsgericht in Erfurt vermittelt.
Zum einen konnten wir Studierende live mitbekommen, was es bedeutet, wenn es im Bereich der Überstunden und derer Vergütung in der Praxis zu Problemen kommt, zum anderen, dass es im Einzelnen auch darauf ankommen kann, ob man Mitglied einer Gewerkschaft ist oder nicht.
Begonnen hat der Tag für uns 23 Studierende und die für Dienst- und Arbeitsrecht zuständige Dozentin mit einer kurzen Einweisung durch eine wissenschaftliche Mitarbeiterin des Bundesarbeitsgerichts, welche laut eigener Aussage ebenfalls Richterin in der ersten Instanz an einem Arbeitsgericht ist. Hierbei konnte in Erfahrung gebracht werden, dass lediglich 4 Prozent der Entscheidungen der Landesarbeitsgerichte und sogar nur weniger als ein Prozent der ersten Instanz, also der Arbeitsgerichte, überhaupt den Weg zum Bundesarbeitsgericht finden. Wenn am Bundesarbeitsgericht in Erfurt verhandelt wird, denn hier ist dessen Sitz seit seinem Umzug aus Kassel im Jahr 1999, dann setzt sich dieses Gericht bei seinen Sitzungen aus drei Richtern des Bundesarbeitsgerichts und zwei ehrenamtlichen Richtern zusammen.
Apropos Bundesarbeitsgericht. Wie es der Name schon vermuten lässt, handelt es sich hierbei um eines der fünf Bundesgerichte über die Deutschland verfügt und somit um die höchste und letzte Instanz auf diesem Fachgebiet in Deutschland.
Dank des sehr kommunikativen Vorsitzenden Richters und des bereits vermittelten theoretischen Lehrstoffs waren die jeweiligen Verhandlungen auch für Nichtjuristen in Teilen nachvollziehbar und verständlich.
Der heutige Tag hat genau das geschafft, was er sicher auch sollte. In einer anderen Atmosphäre als dem Hörsaal konnte beobachtet werden, wie vielfältig aber auch kompliziert das Arbeitsrecht sein kann.

Text und Bilder: Frank Schneider, FB KSAV, Kurs 21/1

Abschluss eines dreijährigen Marathons


31.08.2022

Sehr authentisch schilderten Katharina Schmidt und Patrick Niede vom 28. Lehrgang der Finanzanwärterinnen und Finanzanwärter anlässlich der Diplomierungsveranstaltung am 31. August 2022 ihr dreijähriges duales Studium im Fachbereich Steuern der Thüringer Verwaltungsfachhochschule als einen Marathon.

Der dreijährige Marathonlauf durch die einzelnen Studienabschnitte zeichnete sich vor allem wegen der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie durch etliche Tiefen aus, die in den letzten beiden Jahren zu den ohnehin hohen inhaltlichen Anforderungen an das duale Studium hinzukamen. Sie betonten mit ihren Worten, dass ihre Studienzeit nicht nur für die Studierenden, sondern für alle Beteiligten eine Zeit mit ganz besonderen Herausforderungen war. Ausdrücklich dankten beide im Namen aller für die Unterstützung, die sie während des Studiums von den Dozentinnen und Dozenten, vom Bildungszentrum Gotha, von den Ausbildungsfinanzämtern und insbesondere auch von ihren Familien erhalten haben.

Erfolgreich gemeistert wurde das Studium von insgesamt 38 Absolventinnen und Absolventen, denen die Thüringer Finanzministerin, Frau Heike Taubert, anschließend ihr Diplom überreichte.

Zuvor richtete der Oberbürgermeister der Stadt Gotha, Herr Knut Kreuch, einen Appell an die „Goldenen 38“, die Stadt Gotha nicht nur in bester Erinnerung, sondern auch die weitere Entwicklung der Residenzstadt stets im Blick zu behalten.

Text: Antje Färber, Fachbereich Steuern
Bilder: Torsten Grimm, BZ Gotha

61 Glückliche


31.08.2022

In 61 glückliche Gesichter schaute, wer am 31. August 2022 die Feier zum Abschluss der Ausbildung zur Finanzwirtin bzw. zum Finanzwirt in der Aula des Bildungszentrums der Thüringer Landesverwaltung besuchte. Das waren neben den Ehrengästen – u. a. für die Stadt Gotha deren Bürgermeister Ulf Zillmann – vor allem die Angehörigen der Steueranwärterinnen und Steueranwärter des 21. Lehrganges an der Landesfinanzschule Thüringen. Zwei Jahre hatten die Partner, Kinder, Eltern … unsere Nachwuchskräfte begleitet, hatten sie bei Rückschlägen aufgemuntert, motiviert, ihnen den Rücken für das Lernen freigehalten und ermutigt, trotz der Corona-Pandemie durchzuhalten. Es hat sich gelohnt - das war der Tenor in den Gesprächen dieses Festtages. Sehr lebendige Dankesworte - auch für die überaus engagierten Lehrkräfte - sprachen Laura-Sophie Hausotte und Danny Burkhardt.

Ihre Zeugnisse und Urkunden erhielten die 61 Glücklichen vom Staatssekretär im Thüringer Finanzministerium, Dr. Hartmut Schubert, ausgehändigt. Bereits am nächsten Tag verstärkten die frisch ernannten Steuerobersekretärinnen und Steuerobersekretäre die Thüringer Finanzämter.

Text: Hendrik Hintze, Fachbereichsleiter, Fachbereich Steuern / Leiter Landesfinanzschule
Bilder: Torsten Grimm, BZ Gotha

Wider den Amtsschimmel - Absolventen der Verwaltungsfachhochschule Gotha erhalten das Diplom


26.08.2022

Für 37 junge Frauen und Männer endet eine bewegte Zeit an der Verwaltungsfachhochschule Gotha. Sie haben ihr dreijähriges Studium trotz äußerer Widrigkeiten erfolgreich abgeschlossen, den Wechsel von Online- und Präsenzvorlesungen ebenso gemeistert wie den Umgang mit Paragrafen. Am Freitag haben sie ihr Diplom von Staatssekretär Udo Götze und Rektor Robert Klüsener erhalten.

Der Chef der Verwaltungsfachhochschule gibt den Absolventen für ihre Arbeit in den Amtsstuben eins mit auf den Weg, sie sollten sich von einem leiten lassen: „Die Verwaltung ist für die Bürger da, nicht umgekehrt." Verwaltungstexte sollten verständlich formuliert sein. „Das hilft allen", bekräftigt Klüsener.

Rektor erzählt zum Abschied eine erheiternde Geschichte

Wie es nicht sein sollte, hat der Rektor am eigenen Leib erfahren, als er für seine betagte Mutter bei der Stadt Köln eine „Befreiung von der Personalausweispflicht" erwirken wollte. Sehr zur Erheiterung der Absolventen, ihrer Angehörigen und Lehrkräfte berichtet er zur Feierstunde in der Aula des Bildungszentrums der Thüringer Landesverwaltung von einem mehrjährigen Ritt mit dem Amtsschimmel. Erst zwei Tage vor Zeugnisübergabe sei sich des Antrags zielführend angenommen worden.

Solche Vorgänge hält Klüsener in der Thüringer Verwaltung für „undenkbar", vor allem werde das nicht gelehrt. Formulare sollten so formuliert sein, dass sie wahrheitsgemäß und in überschaubarem Zeitraum ausgefüllt werden können, betont der Rektor.

Und noch eins merkt er an. Auch wenn mit den Absolventen eine online-affine Generation die Thüringer Amtsstuben stärke, seien längst nicht alle Mitbürger im Umgang mit dem Medium vertraut.

Text: Wieland Fischer, TA/ TLZ vom 27.08.2022
Bilder: Torsten Grimm, BZ Gotha

Lernen mit Hirn: Effektive Prüfungsvorbereitung und Lerntechniken-Kurzbericht


26.08.2022

Vortrag Prof. Dr. Neumann im Rahmen der Wahlpflichtveranstaltungen

Die Prüfung steht an, Panik bricht aus. Warum habe ich nicht eher angefangen zu lernen? Wie soll das bis zur Prüfung noch zu schaffen sein? Was kann ich bis zur nächsten Prüfung ver­bessern?

Das sind Fragen, die mich und ich schätze einen Großteil meiner Kommilitoninnen und Kommilitonen in der Prüfungsvorbereitung umtriebig begleiten. Antworten auf die Vielzahl unserer Fragen konnte uns Herr Prof. Dr. Neumann mit seiner Lehr­veranstaltung am 26.08.2022 bezüglich effektiver Prüfungsvorbereitung geben. Nach einer kurzen Anmoderation unseres Rektors, Herrn Dr. Klüsener, zur bevorstehenden Veranstaltung, ergriff Herr Prof. Dr. Neumann selbst das Wort und stellte sich kurz vor.

Durch ein aktives interagieren mit den Studierenden gelang es Herrn Prof. Dr. Neumann stets, die volle Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und die Lehrveranstaltung abwechslungsreich und lebendig zu gestalten. Als ehemaliger Student und jetziger Professor für die Fächer Verfassungs- und Verwaltungs­recht mit dem Schwerpunkt Verwaltungsdigitalisierung an der Hessischen Hochschule für Po­lizei und Verwaltung (Abteilung Mühlheim am Main) bot sich uns Studierenden die Möglichkeit, gesammelte Erfahrungen hinsichtlich effektiver Prüfungsvorbereitungen und Lerntechniken kennenzulernen. Er zeigte uns ausführlich, was strukturell und Schwerpunkt basiert bei der Erstellung einer letztendlich erfolgreichen Klausur von Nöten ist. Dank der qualitativ anschaulichen und sehr lehrreichen Veranstaltung wurde mir und meinen Kommilitoninnen und Kommilitone das nötige Handwerkszeug zum erfolgreichen Bestehen kommender Klausuren und Prüfungen mitgegeben.

Wir bedanken uns rechtherzlich bei Herrn Prof. Dr. Neumann für den Besuch und die durchgeführte Lehrveranstaltung an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Gotha und hoffen sehr, ihn bei kommenden Lehrveranstaltungen begrüßen zu dürfen.

Text: Marius Burger, FB KSAV, Kurs 21/2

„Das Sozialverwaltungsverfahren in der Praxis am Beispiel des SGB II“ - Wahlpflichtveranstaltung mit Dr. Meisel


17.08.2022

Am 17.08.2022 begrüßte Herr Dr. Meisel die Studierenden des Hauptstudiums (Fachbereich Kommunalverwaltung und staatliche allgemeine Verwaltung) im Hörsaal des Hauses IV am Bildungszentrum der Thüringer Landesverwaltung.

Er stellte sich den Anwesenden als externer Lehrbeauftragter vor und hat aufgrund seiner Tätigkeit als Richter am Sozialgericht sowie seiner vorherigen beruflichen Stationen einen hohen Erfahrungsschatz, den er anschaulich, informativ und ausdrucksvoll vermitteln konnte.

Herr Dr. Meisel involvierte die Zuhörenden mit einer sehr bildlichen Sprache: „Wir sind das Land der 1000 Sozialleistungsträger“ oder „Man betritt einen Raum, den Raum der Hilfebedürftigkeit und in dem Raum befinden sich viele Türen, durch die man gehen kann und wenn man durch eine Tür geht, befinden sich im nächsten Raum wiederum viele, neue Türen“. Durch seine Vortragsweise konnte ich ihm gespannt und aufmerksam folgen, vor allem seine Ausführungen zu von ihm entschiedenen Fällen fand ich sehr aufschlussreich und interessant. Mit kleinen Übungsbeispielen gestaltete er die Vorlesung abwechslungsreich, zusätzlich wurde in der Lehrveranstaltung ein Bezug zu aktuellen Themen hergestellt (wie z.B. die gestiegenen Strom- und Gaspreise und die potenziellen Auswirkungen auf die Anzahl der Hilfebedürftigen) und Herr Dr. Meisel gab einen Ausblick, welche sozialrechtlichen Probleme seines Erachtens in der Zukunft auftreten können.

Er freute sich über die rege Beteiligung der Studierenden, konnte durch die Beantwortung von gestellten Fragen seine Erfahrungen und Kenntnisse darlegen und einen Einblick in seine tägliche, abwechslungsreiche, aber auch herausfordernde Tätigkeit als Richter am Sozialgericht geben. Durch sein überzeugendes Auftreten und seinen Enthusiasmus konnte ich feststellen, dass er in seinem Beruf als Richter eine große Erfüllung findet.

Ich freue mich darüber, dass wir mit dem sehr anschaulichen und beachtenswerten Vortrag von Herrn Dr. Meisel einen Einblick in das Sozialverwaltungsverfahren in der Praxis am Beispiel des SGB II erhalten durften.

Text und Bild: Jasmin Seliger, FB KSAV, Kurs 21/1

Geschafft!


02.08.2022

Gut 45 Minuten dauerte das Prüfungsgespräch pro Finanzanwärter bzw. Finanzanwärterin, dann war die Laufbahnprüfung endlich geschafft. Die mündliche Prüfung ist für unsere Studierenden die letzte Hürde auf dem Weg zum akademischen Grad Diplom-Finanzwirt bzw. Diplom-Finanzwirtin. Die Studierenden des 28. Lehrganges haben nach drei Jahren dualen Studiums - mit besonderen Herausforderungen durch die Corona-Pandemie - auch die mündliche Prüfung - mit hochsommerlichen Temperaturen - erfolgreich gemeistert. Geschafft, aber gelassen können sie nun dem 31. August 2022 entgegensehen: In einem Festakt werden sie neben Diplomurkunden auch Ernennungsurkunden erhalten, um ab September als Steuerinspektorin oder Steuerinspektor in den Thüringer Finanzämtern zu arbeiten.

P.S.: Auf den Fotos sehen Sie eine Gruppe vor und eine Gruppe nach der mündlichen Prüfung. Erraten Sie, welche Aufnahme vor und welche nach dem Absolvieren der mündlichen Prüfung gemacht wurde?

Text: Hendrik Hintze, Fachbereichsleiter FB Steuern / Leiter Landesfinanzschule
Bilder: Torsten Grimm, BZ Gotha

Entscheidungen in Extremsituationen - Vortrag Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff


23.05.2022

Am Montag, dem 23.05.2022, referierte Herr Minister Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff an der Thüringer Fachhochschule für öffentliche Verwaltung als Gast zum Thema „Entscheidungen in Extremsituationen“ vor den Studierenden des Abschlussstudiums I und II des Fachbereichs „Kommunalverwaltung und staatliche allgemeine Verwaltung.“ Dass es sich bei dem Geladenen um keinen Unbekannten in Gotha handelte, machte spätestens der Rektor und zugleich Fachbereichsleiter KSAV der FH, Herr Dr. Robert Klüsener, während seiner Eröffnungsrede deutlich. Er zeigte sich erfreut, den Chef der Thüringer Staatskanzlei und Minister für Europaangelegenheiten sowie Honorarprofessor für Sozialwissenschaften zum wiederholten Male in seinem Hause begrüßen zu dürfen.

Herr Prof. Dr. Hoff fand nach kurzer Vorstellung seinerseits rasch und äußerst gelungen den Einstieg in das Thema. Frühzeitig weckte er, auch durch Einbindung der Anwesenden in seinen Vortrag, die Neugier der Erschienenen. Auch meine Aufmerksamkeit hinsichtlich einer thematischen Auseinandersetzung hatte er schnell gewonnen. So stellte er uns die Grundsatzfrage innerhalb möglicher Krisen, nämlich: „Wie bin ich selbst auf Krisenszenarien vorbereitet?“. Spätestens an dieser Stelle mussten sich die Meisten eingestehen, dass wir hierzu keine Vorkehrungen getroffen haben. Jedoch ist es gerade in heutigen Zeiten, in denen sich immer häufiger multiple Krisensituationen, von vielen ineinander greifenden Krisen, aufzeigen, wichtig, sich mit dieser Grundsatzfrage auseinanderzusetzen.

Das Zusammenspiel von einschlägigem Krisenmanagement in Verbindung mit effizienter Krisenprävention, -wahrnehmung und -kommunikation bildet gemäß den Ausführungen des Herrn Minister Prof. Dr. Hoff den Grundpfeiler zur Beantwortung dieser Frage und hilft gleichzeitig die Krise effektiv und effizient zu meistern.

Durch eine rhetorisch äußerst gelungene und gleichlautend auch interesseweckende Vortragsweise gelang es dem Vortragenden, den Zuhörer auf seine Seite zu ziehen, weshalb abschließend, meines Erachtens nach, der Vortrag des Ministers jedem Interessierten nur weiterzuempfehlen ist.

Text: Arne Filipiak, FB KSAV, Kurs 20/1
Bild: Torsten Grimm, BZ Gotha

Bericht Studienfahrt - FB KSAV, Kurs 20/2


17.05.2022

Unsere Studienfahrt startete am Dienstag, dem 17.05.2022, ab Erfurt. Nach einer entspannten und schnellen Fahrt mit dem ICE oder dem Auto kamen wir stressfrei in der Hauptstadt an. Nachdem alle im Hostel eingecheckt hatten, stand auch schon der erste Programmpunkt auf dem Plan.

Zu Fuß ging es zum Fichtebunker, in dem wir in verschiedenen Gruppen Einblicke in die dunkle Vergangenheit Berlins bekommen durften. Der Fichtebunker wurde in den Jahren 1883/84 ursprünglich als Gasometer errichtet und diente bis in die NS- Zeit der städtischen Straßenbeleuchtung. Ab 1940 wurde das Gebäude umgebaut und anschließend als „Mutter-Kind-Bunker“ genutzt, um bis zu 6.500 Müttern und Kindern während der Bombennächte einen sicheren Schlafplatz zu bieten. Während des Rundgangs wurden der Aufbau, die Technik und die damaligen Lebensumstände der Menschen erläutert. Um den Abend gemeinsam ausklingen zu lassen, reservierte Herr Dr. Steinrücken ein ganzes Burger-Restaurant.

Am Mittwoch ging es für uns nach dem Frühstück mit der Bahn nach Potsdam in den Filmpark Babelsberg. Dabei kamen Filmfans auf ihre Kosten. Bei einer geführten Tour durch den Park konnten wir Exponate, Requisiten und Szenenbilder von mehr oder weniger bekannten Kinofilmen bestaunen. Später trafen wir uns am Potsdamer Urbanhafen und schipperten umweltbewusst mit einem Elektro-Schiff in Richtung Wannsee. Die Fahrt gab uns die Möglichkeit, märchenhafte Schlösser und imposante Villen inklusive eigener Bootsanleger entlang der Havel zu bestaunen.

Der Donnerstag versprach sommerliche Temperaturen und so war es gut, dass wir den Vormittag auf dem Wasser verbrachten. In Kanus erkundeten wir Kreuzberg von der Spree und bekamen eine außergewöhnliche Stadtführung. Besonders imposant waren dabei die im Wasser eingelassene Statue „Molecule Man“ - drei 30 Meter hohe menschliche Figuren aus wetterfesten, gelochten Aluminiumplatten – um die herumgefahren werden konnte. Nach einer kurzen Mittagspause und einem notwendigen Outfitwechsel trafen wir uns vor dem Reichstagsgebäude. Während einer Plenarsitzung im Bundestag erfuhren wir zunächst einiges über verschiedene politische Meinungen zum Thema „Änderung des SGB II“ und „Ukrainehilfe – Nahrungsmittelversorgung weltweit“. Im Anschluss daran hatten wir die Möglichkeit, an einer Gesprächsrunde mit dem aus Thüringen stammenden Herrn Abgeordneten Christian Hirte (MdB) teilzunehmen.

Am Freitag stand der Besuch in der Landesvertretung Thüringen in Berlin auf der Agenda. Hier wurden uns die Aufgaben der Thüringenvertretung sowie die Arbeitsweise des Bundesrates erklärt.

Nach einer Mittagspause ging es für uns mit dem Zug oder dem Auto wieder zurück in das schönste Bundesland Deutschlands – nach Thüringen.

Text und Bilder: Nina Scherneck, FB KSAV, Kurs 20/2

Ernennung


09.05.2022

Der Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Inneres und Kommunales Herr Udo Götze überreichte Herrn Dr. Torsten Steinrücken am 9. Mai 2022 die Ernennungsurkunde zum Regierungsdirektor. Neben seiner Tätigkeit als hauptamtliche Lehrkraft in der Studienfachgruppe Wirtschaft und öffentliche Finanzen ist Dr. Steinrücken nunmehr auch stellvertretender Leiter des Fachbereiches KSAV der Thüringer Fachhochschule für öffentliche Verwaltung.

Text: Dr. Robert Klüsener, Rektor der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Gotha
Bild: Torsten Stahlberg, TMIK

Beförderung Dr. Steinrücken

Wahl Fachbereichsrat Fachbereich Steuern


17.02.2022

Nach der Wahl 2022 - der sog. Kleinen Wahl, weil nur die Vertreter der Studierenden zu wählen waren - traf sich der neue Fachbereichsrat per Videokonferenz.

Themen waren unter anderem der Fortgang des Studienbetriebs unter Pandemiebedingungen, der Stand der Bibliotheksausstattung im hiesigen Bildungszentrum sowie die Absicht, dem Fachbereichsrat eine Geschäftsordnung zu geben. Die Studierenden-Vertreter hatten diverse Ideen, wie der Studienbetrieb fortentwickelt werden kann. Der Fachbereichsrat diskutierte z. B. über die Fragen, in welchem Umfang den Studierenden Unterlagen weiterhin in Papierform zur Verfügung gestellt werden sollten und ob eine Bibliothek künftig eher digital oder eher analog ausgestattet sein sollte.

Text: Hendrik Hintze, Fachbereichsleiter FB Steuern

Stimmzettel

Extremismus in Thüringen, Sicherheit – Aufklärung – Transparenz


03.02.2022

Im Hörsaal der Verwaltungsfachhochschule Gotha konnten interessierte Studierende des Fachbereichs KSAV im Rahmen einer Wahlpflichtveranstaltung am 03.02.2022 den Ausführungen von Herrn Thomas Schulz zum Thema „Extremismus in Thüringen, Sicherheit – Aufklärung – Transparenz“ folgen.

Herr Schulz stellte im ersten Teil der Vorlesung das Amt für Verfassungsschutz – als Teil des Thüringer Ministeriums für Inneres und Kommunales – und dessen Aufgaben vor. Anhand der einzelnen Bearbeitungsstufen wurden den Studierenden sowohl die Methoden der Beschaffung, aber auch die weitere Nutzung dieser Informationen und Erkenntnisse sowie die zahlreichen Kontrollorganisationen dargelegt.

Herr Schulz führte aus, dass die Aufgaben einem stetigen Wandel unterliegen. So stelle der Bereich der „verfassungsschutzrelevanten Delegitimierung des Staates“ einen neueren Schwerpunkt der Tätigkeiten dar.
Hingegen könnte zum Beispiel der Aufgabenbereich der Überwachung „fortwirkenden DDR-Strukturen“ nachrangig oder ganz eingestellt werden können. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass die entsprechende Personengruppe nunmehr in einem sehr fortgeschrittenen Alter ist und daher kaum noch Anlass für deren Beobachtung gegeben ist.

Im zweiten Teil der Lehrveranstaltung hob Herr Schulz zunächst die besondere Rolle der Kommunen hervor, zum Beispiel, wenn dort regelmäßig Treffen extremistischer Bewegungen abgehalten werden. Danach ging er genauer auf das aktuelle Gefahrenpotential in Thüringen ein und veranschaulichte ausführlich Ursachen und Merkmale von Rechtsextremismus.

Herr Schulz beantwortete selbstverständlich alle Fragen der Studierenden und kam dem Wunsch der Studenten nach und verdeutlichte, wie die aktuelle Corona-Situation durch extremistische Bewegungen genutzt wird, um ihre Ideologien zu verbreiten.

Zusammenfassend zeigten die Ausführungen von Herrn Schulz sowohl die umfassenden Aufgaben und den Wert des Verfassungsschutzes, aber leider auch die andauernde Weiterentwicklung extremistischer Personen, Parteien, Bewegungen und Vereinigungen, den hohen Grad an Vernetzungen sowie deren vielseitige Ausprägungen. Das aufgezeigte Gefahrenpotential und die damit verbundenen Möglichkeiten terroristischer Aktionen durch selbstmotivierte Einzeltäter oder Kleingruppen kann daher auch in Thüringen nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Daher sollten jedem Einzelnen – aber auch den öffentlichen Verwaltungen – die Existenz und Ausprägungen des Extremismus bewusstgemacht werden und die Sicherung und Aufrechterhaltung freiheitlicher demokratischer Grundlagen ein Anliegen sein. Vor jeglichem Extremismus sollte niemand die Augen verschließen – denn leider ist dieser allzu gegenwärtig.

Text: Kati Steffi Nowak, Fachbereich KSAV, Kurs 20/1

Weitere Infos: https://verfassungsschutz.thueringen.de/

Neonazi , Quelle: Marek Peters / www.marek-peters.com, Wikimedia Commons

Bild: Homepage Amt für Verfassungsschutz, abgerufen am 28.02.2022 (Foto: Demonstration von Neonazis, Quelle: Marek Peters / www.marek-peters.com, Wikimedia Commons)

Wahlpflichtveranstaltung ,,Lernen mit Hirn: Effektive Prüfungsvorbereitung und Lerntechniken“


28.01.2022

Die Themen Prüfungsvorbereitung und effektive Lerntechnik beschäftigen wohl jeden Studenten. In seiner Wahlpflichtveranstaltung hat uns Herr Prof. Neumann einen Überblick über einige Techniken zur erfolgreichen Vorbereitung auf Prüfungen gegeben. Aber nicht nur die Organisation für unser Studium wurde thematisiert, auch für unsere spätere Tätigkeit in der Verwaltung haben wir hilfreiche Tipps und Vorgehensweisen kennengelernt.

Herr Neumann begann die Veranstaltung mit einer kurzen Vorstellung. Er erklärte uns den Aufbau und den Ablauf des Seminars. Seine Wahlpflichtveranstaltung war in zwei große Komplexe unterteilt. Zum einen die effektive Prüfungsvorbereitung und zum anderen stellte er uns verschiedene Lerntechniken vor. Herr Neumann bezog uns durch kleine Aufgabenstellungen und Diskussionen mit ein. Dadurch wurde es trotz der Onlinevorlesung zu einer interaktiven Veranstaltung, bei der ein reger Austausch zwischen den Studenten entstand. Durch die ausführliche Darstellung konnten wir uns einen Überblick über verschiedene Methoden machen und über unser bisheriges Lernverhalten reflektieren sowie Verbesserungen vornehmen. Was immer wieder deutlich wurde, es gibt keinen Königsweg für das perfekte Lernen, denn jeder hat seine eigenen Bedürfnisse.

Die Veranstaltung hatte das Ziel, den Studenten verschiedene Methoden und auch elektronische Tools aufzuzeigen, sodass das eigene Lernverhalten analysiert und langfristig verbessert werden kann, wie Herr Neumann stets betonte.

Abschließend kann gesagt werden, dass die Wahlpflichtveranstaltung sehr zu empfehlen ist. Durch die umfassenden Materialien wird man zudem in die Lage versetzt, die Inhalte des Seminars im Nachgang eigenständig zu vertiefen. Herr Neumann nimmt sich Zeit für individuelle Fragen der Studierenden und bindet sie aktiv in die Lehrveranstaltung ein. Wir bedanken uns bei Herrn Neumann für seine sehr informative Wahlpflichtveranstaltung „Lernen mit Hirn“..

Text: Martin Demme, FB KSAV, Kurs 20/1
Foto: Prof Dr. Neumann 

Dr. Neumann

Sozialverwaltungsverfahren in der Praxis am Beispiel des SGB II


26.01.2022

Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Veranstaltung nicht im Präsenzunterricht, sondern online über das Programm „DieSchulApp“ durchgeführt.

Zu Beginn stellte sich der Referent Herr Dr. Meisel, Richter am Sozialgericht Gotha, vor und verschaffte den Studierenden des Hauptstudiums einen kurzen Überblick über den Tagesablauf. Der Schwerpunkt der Veranstaltung lag dabei auf den materiellen Voraussetzungen eines Anspruchs auf Leistungen nach dem SGB II (Arbeitslosengeld II und Sozialgeld). Ausgangspunkt der Prüfung ist dabei immer die Leistungsberechtigung des Antragstellers.

Doch welche Personen gehören zu den Leistungsberechtigten nach dem SGB II und was sind Ausschlusstatbestände? Wer gehört zur Bedarfsgemeinschaft und wie sind Einkommen und Vermögen des Antragstellers auf seinen Bedarf anzurechnen? Diese und viele andere Fragen stellte sich Herr Dr. Meisel im Rahmen seiner Vorlesung und beantwortete sie anhand der gesetzlichen Regelungen.

Untermalt wurden seine Ausführungen durch kleine Fallbeispiele und interessante Beispiele aus der Praxis. Schritt für Schritt ging Herr Dr. Meisel mit den Studierenden die einzelnen Stufen zur Bestimmung der Höhe des Leistungsanspruchs eines Antragstellers durch und wies auf Besonderheiten für bestimmte Personengruppen hin. Anschließend folgte eine kurze Einführung in die Thematik des Sozialverwaltungsverfahrens. Im direkten Vergleich wurden Unterschiede zum allgemeinen Verwaltungsverfahren deutlich.

Zum Schluss warfen wir noch einen Blick auf aktuelle gerichtliche Entscheidungen zur Berechnung des Leistungsanspruchs. Als aktuelles Beispiel lässt sich anführen, dass Kosten für die Anschaffung von Laptop und Drucker für das Homeschooling als Mehrbedarf anerkannt werden und somit von den Antragstellern nicht aus den eigenen Ersparnissen finanziert werden müssen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Veranstaltung durch viele anschauliche Beispiele und Anekdoten sowie die angenehme Vortragsweise des Referenten sehr kurzweilig war. Die theoretischen Aspekte des Vortrages wurden durch praktische Beispiele bereichert und bereits vorhandenes Wissen aus verschiedenen Studienbereichen wurde durch den Vortrag einbezogen, gefestigt und vertieft. Somit stellt die Veranstaltung eine sinnvolle Ergänzung zu bereits erlernten Inhalten dar.

Wir bedanken uns bei Herrn Dr. Meisel für eine interessante Wahlpflichtveranstaltung, welche dieser, trotz erschwerter Voraussetzungen, im Online-Unterricht sehr gut meisterte.

Text: Anna Klose, FB KSAV, Kurs 20/1

Weitere INFOS

Urheberrecht

Der Betreiber der Seiten beachtet die Urheberrechte anderer bzw. greift auf selbst erstellte sowie lizenzfreie Werke zurück.

Die durch den Seitenbetreiber erstellten Inhalte und Werke auf diesen Seiten unterliegen dem deutschen Urheberrecht.

Beiträge Dritter sind als solche gekennzeichnet. Die Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und jede Art der Verwertung außerhalb der Grenzen des Urheberrechts bedürfen der schriftlichen Zustimmung des jeweiligen Autors bzw. Erstellers.

Downloads und Kopien dieser Seite sind nur für den privaten, nicht kommerziellen Gebrauch gestattet.

(Siehe auch Impressum.)

Der Freistaat Thüringen in den sozialen Netzwerken: